So geht katholisch
So geht katholisch ist eine Wanderausstellung, die einfallsreich für das Bistum Limburg entwickelt und umgesetzt hat. Sie wurde erstmals auf dem Hessentag 2005 in Weilburg der Öffentlichkeit präsentiert, und in der Folge bis heute in vielen Kirchen So geht katholisch ist eine Wanderausstellung, die einfallsreich für das Bistum Limburg entwickelt und umgesetzt hat. Sie wurde erstmals auf dem Hessentag 2005 in Weilburg der Öffentlichkeit präsentiert, und in der Folge bis heute in vielen Kirchen des Bistums Limburg und der Bundesrepublik Deutschland, aber auch darüber hinaus.
Auch fünf Jahre nach der Präsentation der Ausstellung so geht katholisch ist das Interesse ungebrochen. Uns erreichen Anfragen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, ob die Ausstellung zu leihen, oder in dieser oder einer anderen Form für einen anderen kirchlichen Träger zu realisieren ist. Das ist selbstverständlich der Fall - zögern Sie nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen: info@einfallsreich.net.
Die seinerzeit erstellte Printdokumentation ist leider vergriffen. Dafür stellen wir ihren Text online.
So geht katholisch wurde im Jahr 2006 mit dem iF communication design award in Gold ausgezeichnet. einfallsreich setzte sich damit unter 1.240 Beiträgen aus 23 Ländern durch und gewann in der Disziplin 03 architecture & public spaces den begehrten Preis. Die internationale Jury sagte: „Diese Arbeit wendet sich auf sehr respektvolle Art einem der meistdiskutierten Themen unserer Zeit zu: Wie lebe ich innerhalb einer Religion, wie in Gemeinschaft mit anderen? Das Projekt kam uns vor wie ein Engel: Es hilft wirklich, Verständnis zu schaffen, und das auf unaufgeregte, sensible Art.“
Aufgabenstellung
Katholische Kirchen geben vielen Menschen Rätsel auf. Warum gibt es Kniebänke, warum brennt Tag und Nacht ein rotes Licht, was sollen die Becken mit Wasser am Eingang? Warum bekreuzigen sich manche, warum knien sie in der Bank, warum werden Kerzen angezündet? Wer zum ersten Mal einen katholischen Gottesdienst besucht, fragt sich, warum und wann man sitzt, steht oder kniet. Die Ausstattungsgegenstände haben eine klar definierte Bedeutung im Ritus des Glaubensvollzugs, der in einer Kirche stattfindet: in Gebet und Gottesdienst. Die Kenntnis über Form und Bedeutung hat stark nachgelassen, auch in kirchennahen Kreisen. Kirchen bedürfen in zunehmendem Maß der Erklärung.
Umsetzung
Versuche, Kirchen neu zu erklären, gibt es viele, zum Beispiel virtuelle Gotteshäuser im Internet oder Führungen in zentralen Kirchen. Die virtuelle Kirche vermittelt zu wenig vom Raumgefühl, Führungen zerstören durch die Gruppe oder den Vortrag oft das, was sie vermitteln wollen. Hier setzt die Aufgabenstellung der Öffentlichkeitsarbeit des Bistums Limburg an: Gefordert ist ein System, das in jedem Kirchenraum installiert werden kann. Seine Elemente sollen dem sakralen Charakter des Raumes Rechnung tragen, indem sie das Raumgefüge nicht stören, den Raumcharakter nicht beeinträchtigen. Gleichzeitig soll die Installation jedoch einladen, neugierig machen. Sie drängt sich nicht auf, zwingt keinem Besucher einen Weg oder Rhythmus auf und setzt doch deutliche Markierungspunkte. Sie zeigt und erklärt grundlegende auf den Ritus ausgerichtete Ausstattungselemente und Verhaltensformen am Ort des Geschehens.
Gefordert ist also eine zweifache, integrative Lösung: eine thematische sowie eine technische Umsetzung. Die inhaltliche Ausgestaltung erfolgt durch die Agentur einfallsreich in Zusammenarbeit mit dem Bistum Limburg, das die fachlichen, d. h theologischen Defi nitionen – das Kommunikationsziel – vorgibt. Einfallsreich berät hier redaktionell – sprachlich und kommunikationsstrategisch. Das Bistum Limburg entscheidet sich für neun Themenblöcke und eine zusammenfassende Darstellung.
Die Gestaltungsidee besteht in der Verwendung figurativer und transparenter Elemente. Durch die Transparenz integrieren sich die Elemente dezent und ästhetisch in den Raum. Eine lebensgroße menschliche Silhouette stellt die rituelle Körperhaltung im thematisierten rituellen Geschehen dar und veranschaulicht sie unmittelbar, und dadurch besser, als es jeder beschreibende Text vermag. Text wird eingesetzt, um das Thema einzuordnen und zu erklären. Der Text ist jedoch knapp formuliert, um das Rezipieren auch im Vorübergehen zuzulassen. Silhouette und Kurztext werden durch gedrucktes Papier ergänzt. Für jede Station – d. h. jedes Ausstellungselement – ist ein separater Text verfügbar. Die Texte zu allen Stationen werden zusätzlich in einer Broschüre angeboten.
Die Verwendung von Plexiglas ermöglicht eine transparente und leichte Anmutung der Elemente, die so groß sind wie ein erwachsener Mensch. Die Silhouette aus Plexiglas wird durch einen metallenen Winkel gestützt, an dessen Unterseite ein rechteckiger Fuß zur Stabilisierung befestigt ist. Dieser Fuß ist flexibel höhenverstellbar, um auf den teilweise sehr alten und unebenen Böden sicher zum Stehen zu kommen.
Silhouetten und Text auf den Elementen werden mit blauen LED’s beleuchtet, die an der Plexiglasfläche befestigt sind. Das sanfte blaue Licht verstärkt den hochwertigen Charakter der Objekte und bewirkt ein wirkungsvolles, aber dezentes Leuchten, weit weniger grell als ein herkömmliches weißes Licht.
Eine weitere technische Besonderheit liegt in der Verwendung von Akkus zur Strom- versorgung der LED’s, die eine mehr als zwölfstündige Leistung liefern. Dadurch entfallen Verkabelungen, die besonders in älteren Kirchengebäude mit mangelhafter Stromversorgung schwierig zu bewerkstelligen wäre. Zudem müssen Kabel sicher verlegt werden. Die Akkus können zum Aufladen leicht aus der Rahmenkonstruktion entnommen werden.
Die Silhouetten, aus denen die neun Themenelemente bestehen, finden auf dem zehnten Element als Symbolsystem zur Orientierung gemeinsame Anwendung, ebenso auf dem gedruckten Begleitmaterial. Die Zusammenführung aller Silhouetten in einem Bild außerordentlicher Dynamik dient als Titellogo für die gesamte Ausstellung „So geht katholisch“.
Bei Konstruktion und Herstellung der Elemente arbeitete einfallsreich mit den SWID Industrie-Designern, Frankfurt am Main, zusammen.
Einsatzmöglichkeiten
Das System ist nicht auf den Einsatz für das Thema „Vermittlung von Kirchensymbolen“ beschränkt. Es eignet sich als Plattform für den Transport verschiedenster Anliegen, so zur Gestaltung von Ausstellungen aller Art, zur Präsentation von Objekten in Museen, als „stumme Kirchenführer“ zur dauerhaften Kennzeichnung von Gegenständen oder Bereichen in historisch oder architektonisch interessanten Kirchengebäuden.
Kontakt
Fragen zum Ausstellungskonzept, zu den Produktionskosten, nach weiteren Ideen für ähnliche Projekte beantworten wir gerne:
Telefon +49.611.60979-0
info@einfallsreich.net
Auskünfte zu den Ausstellungsorten und -terminen erteilt die Pressestelle des Bistums Limburg:
Telefon 0 64 31 2 95- 2 77
info@bistumllimburg.de
Trailer
Der Video-Trailer zur ausstellungsbegleitenden DVD "So geht katholisch" - ISBN 3-938588-07-1. Produktionsjahr 2006. Länge ca. 30 Min., Preis € 9,95
DVD-Bestellung per Mail unter info@einfallsreich.net
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